Dankbarkeit. Yogi-Tee. 2014, here we come.

1 Jan

2014.

Es wird großartig. Bleibt gesund, LACHT viel, freut Euch des Lebens, denn es gibt uns wahrhaftig Grund dazu.

Ich feile seit gestern an einem sorgfältig ausformulierten Return-of-the-digitally-Dead Post, der BESTIMMT fertich geworden wäre, hätte Schnurps nicht von 24.09 Uhr bis zum Sonnenaufgang beschlossen, Sylvester zu feiern.

Mit gefühlten 12 Extraportionen MuMi („Mensch wird doch noch anstoßen, ähem, anzuzeln dürfen, oda?“), extensiver historiografischer Lektüre ALLER vorhandenen Petersson&Findus Folianten, gebratenen Chambigongs morgens um 02.00 sowie Fruchtbärchenwettgefuttere im Morgengrauen – er gegen Grüffelo & Sohn („Mehr Bärchen – Grüffelo ist hungrich!!!!“) wohlgemerkt, Meinereine saß komatös aufm Bett und hielt sich anner Wärmflasche fest.

Dennoch, es war toll. Nur dass ich meine jetzt noch verbliebenen Hirnzellfragmente dem Monetengenerieren widmen muss (Vatern hat sich gegen 11.00 erbarmt und den Schnurps meinen schlaffen Armen entnommen) und Ihr deshalb nicht in den epischen Genuss meines Blog-Wiedererweckungs-Gefasels kommt.

Macht nix, ich hab‘ trotzdem zwei Geschenke an diesem hoffnungsvollen Tag.

#1. Eines der beiden Geheimnisse meines Glücklichseins, auf eine so wundervolle Art zusammengefasst, dass ich schon im ersten Drittel losgeflennt hab. Leider bisher nur auf Englisch, aber schaut immer mal wieder auf den Link, die deutsche Übersetzung wird erfahrungsgemäß kommen.

#2. Heute morgen, alleine in der Küche schwankend, habe ich mich etwas sehr Grundlegendes gefragt, das den Kurs dieses kommenden Jahres für mich mitbestimmen wird – eine Entscheidung, um die ich ringe. Und dann hab‘ ich um ein Zeichen gebeten,  so von einem Mamiversum zum anderen. Und wie ich meinen Yogi-Chai-Tee-Beutel ausser Tasse hebe, schlenkert sich mir Folgendes ins verschwommene Sichtfeld:

Label

Die perfekte Antwort (okay, vielleicht nicht grammatikalisch). Und der vollkommene Vorsatz fürs neue Jahr unserer (naja, der hier&jetzt gängigen) Zeitrechnung: Machen wir unsere Schnurpse glücklich. Let’s go.

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Es schneit.

31 Mrz

 

Es schneit. Und schneit.Und schneit.Und schneit.

Wäre Heilig Abend, ich würde mit kindlicher Freude

meinen Sohn im Arm

am Fenster stehend die Wunder der Welt bejubeln

Aber an Weihnachten waren es 22 Grad

Und heute ist der 31. März

Ich stehe allein am Fenster und friere von innen

Jede Flocke Botschafter einer verkehrten Welt

in der Gletscher tosend schmelzen und Knospen stumm erfrieren

Wird mein Sohn am Fenster stehen, alleine

weil er keine Kinder entlassen will in eine Welt

in der nichts mehr ist wie es sein sollte

nur weil wir waren, wie wir sein wollten, ein paar kurze Generationen lang?

Es schneit. Und schneit.Und schneit.Und schneit.

Ich habe Angst

 

Kleines popofreies Intermezzo

1 Feb

Ui, ui, ui, ich freu mich so über Eure Antworten – ich lasse noch ein bisschen Zeit vergehen und dann schreib‘ ich brav zurück 😉

Bis dahin gibts hier was zum Lesen: www.babysohnewindeln.de – eine spannende neue Webseite von Nicola von 123-Windelfrei.

Es gibt noch soviel zu entdecken!!!!

 

 

Shades of Vegan

29 Jan

Es ist soweit, der letzte demetrige Joghurt ist heute verputzt worden & ein Monstereinkauf von StapleFood hat stattgefunden: Ich bin wieder vegan. Und Schnurps auch, zumindest, wenn er bei mir ist. Beim Vatertier machense wasse wolln (also, auf vegetarisch natürlich). Und ich werde mir winzigliche, außerhäusige Ausnahmen gönnen, wenn alles andere bedeutet, mies gelaunt zu werden. Aber Zuhause wird jetzt tierfreundlich gelebt. Und schon bei dem Gedanken gehts mir besser.

Haben  aber auch großes FutterGlück mit dem Kleintier: Schnurps einverleibt sich absolut alles, was er vor die niedliche Nase kriegt (natürlich nicht immer und nicht immer gleichviel, aber im Prinzip) und ich stille noch (Schnurps wird jetzt 23 Monate alt und ist so ein Genussnuckler geworden, beim Einschlafen, nachts mal, wenns ihm zwischendurch nach einem Snack gelüstet und bei MieserLaune).

Nun hat sich da ja ein sonderbarliches Phänomen ereignet. Als da wäre:

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Yummie. Auch wenn die Stadt hinter Yummie mal scheiße hässlich aussieht. Da ham sich doch wieder so Marketingfuzzlies eingebildet, der Mensch 2.0 lässt sich nur abholen, wenn er noch bisschen was Urbanes obendruff kriegt. Bloss keine Natur vorne aufm Buch über Von-Pflanzen-Gesund-Leben. Und das Schlimme ist: Wahrscheinlich hamse recht. Herrje, wir haben uns schon sehr weit vom guten Leben entfernt, was?

Nichts desto trotz: Platz 19 bei Amazon!!! Immer noch!  Nur noch getoppt von „Shades of Grey“ (Hey, ich sollte einfach einen feministisch-veganen Porno schreiben- das wärs doch, oder???? Zärtlich näherte er sich ihren von prickelndem Erbeermus glänzend überzogenen Nippeln…), dem wieder auferstandenen Adolf, Dem Bürgerlichen Gesetzbuch (HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ????) , Jamie Oliver und ähnlichen Vorhersehbarkeiten. Und dann das.

Also, ich brüte noch über einer Analyse dieser Tatsache. Wenn sich mein Hirn drumrumgewunden hat, werd‘ ich sie Euch servieren. Solange aber freue ich mich einfach mal. Vegan has gone Mainstream. Das ich das noch erleben darf.

Und deshalb brauche ich Eure Hilfe. Das ist jetzt nicht einer von diesen KannMirJemandMeineKommentareAuffüllenBitte-Aufrufen. Ich meins ernst. Du, Du, und Du, die Ihr das hier lest, bitte beantwortet mir die folgenden drei Fragen kurz & schmerzlos:

  1.  Habt Ihr je mit dem Gedanken gespielt, schwanger und hernach zusammen mit Euren Schnurpsen vegan zu sein, es Euch aber nicht getraut?
  2. Lag das dann am Informationsvakuum, an der gefühlten Umständlichkeit, am sozialen Druck, an ärztlichem Abraten, an Zeitmangel, an Eurem Partner oder an was sonst?
  3. Glaubt Ihr, wenn es Ihr eine wirklich verlässliche Informationsquelle zur Verfügung gehabt hättet, die alle Aspekte veganen Lebens in der Schwangerschaft und mit Kind abdeckt – hätte das Eure Meinung ändern können?

Ich will damit nicht andeuten, es gäbe dererlei nicht – schließlich gibts eine feine, garnicht so kleine Bloglandschaft zum Thema von Tofufamily  über Vegankids bis Vamily und sehr ausführlich, meist erstklassig recherchierte Artikel wie der GesundeMama – Beitrag bei PETA. Es gibt ein paar tolle  englische Bücher, wie dieses mein Lieblingskompendium:

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Oder das in veganen Kreisen fast völlig unbekannte, weil gnadenlos schlecht beworbene „Skinny Bitch“-Kochbuch, ein ungehobener Schatz!

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Aber irgendwie gibts kein schönes, allumfassendes, liebevoll gemachtes, lustiges veganes Einführungsbuch für zukünftige Muttatiere ohne jede Vorbildung zum Thema, die sich nicht bereits in konsumkritischen Dunstkreisen tummeln. Oder habe ich was verpasst? Dann klärt mich bitte, bitte auf! Ansonsten: Vielleicht gibts hier eine literarische Lücke, in die wir unsere veganen V-Weiber-Erfahrung einschleusen könnten????

Ach ja, und ab morgen gibts meine täglichen veganen Kochmanöver akribisch gelistet mit den jeweiligen schnurpsschen Reaktionen darauf. Heute isst er beim Vatetierr und ich löffle Mandelmus. Aber zum Frühstück gabs Orangensojagurt auf geraspeltem Apfel mit gerösteten Zimtmandelplättchen. Fand er supa. Vormittags Cashewkerne mit Cranberries und Mandarinen als Snack. Ihr seht, regional-saisonal is was Anderes. Aber Bullerbü wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Ich harre Eurer Antworten – pleeeeeeeeeeeeeeeease!

Babypflegemittel Und andere Mythen.

17 Jan

Naaaa, erinnert Ihr Euch noch vage an den Anfang meiner BabydingeDieNurDieBabyindustrieBrauchtUndSonstKeineMuttersau? Heute geht’s weiter damit. Was lange wärt, wird endlich…na, zumindest Wirklichkeit.

Heute gehts um Babypflegemittel. Ihr wißt schon: Wundschutzcreme. Badezusatz. Shampoo. WindundWetterCreme. Gesichtsmilch.Körpercreme.Babypuder.Feuchttücher.

Vergesst es.

Ich habe genommen: Calendulaöl. Punkt. Nix anderes. Bis heute.

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Calendulaöl heißt etwas irreführend so, denn eigentlich ist es ein Mazerat, zumindest, wenn die Blüten für die Herstellung genutzt werden. Dazu werden sie in ein Öl eingelegt, das die Wirkstoffe der Blüten auszieht. Zur Verwendung kommen bei den im Handel erhältlichen Produkten etwa Jojobaöl, Mandelöl, Weizenkeimöl, in preiswerteren Mischungen auch Sonnenblumenöl oder Sojaöl.

Ich habe meines selber gemacht, was auch ganz einfach geht und natürlich viiiiiiiiiiiel mehr Spass macht. Dazu braucht Ihr feinstes Bio-Olivenöl, das Beste, was aufzutreiben ist – lasst Euch im Bioladen beraten. Dann viele frische Ringelblumenblüten. Wenn Ihr die Blüten vom Grün rupft, wird das Öl weniger geruchsintensiv, was manchen Babys eher zu behagen scheint. Allerdings sind im Grün auch viele der wertvollen Inhaltsstoffe…Eure Entscheidung. Die Blüten werden ganz zärtlich unter leise laufendem Wasser gesäubert und dann ein wenig getrocknet – denn sie sollten so gut wie kein Wasser ins Öl abgeben. Legt sie ein Weilchen in die Sonne oder die Nähe der Heizung, aber nicht solange, dass sie knusprig werden! Sie sollten noch ganz frisch ausschauen. Als nächstes braucht Ihr ein großes Glas mit Schraubverschluss. Hier hinein gebt Ihr die Calendulablüten bis oben zum Rand. Dann füllt Ihr das Glas mit Olivenöl auf bis alle Blüten bedeckt sind. Ihr könnt auch Sesamöl oder Jojobaöl nehmen – ich schwöre halt auf Olivenöl… Ihr verschliesst das Glas fest und stellt es für einen Monat ins Sonnenlicht, etwa auf die Fensterbank. Ganz wichtig: Jeden Tag einmal durchschütteln!!!!  Nach dem Monat seht Ihr das Öl in eine dunkle Flasche ab, die Ihr relativ kühl, aber nicht kalt stellt.

Es ist ein schöner Ritus, das Öl zum Beispiel im 7./8. Monat als Teil der inneren Vorbereitung auf das große Wunder herzustellen. Noch toller ist es natürlich, die Ringelblumen selbst anzubauen. Auch das geht ganz einfach. Besorgt Euch die wunderbaren Dreschflegel-Samen in Demeterqualität. Für den Balkon empfehle ich die Kap-Ringelblume. In Februar gibts von mir dann Tipps für eine komplette Schwangerschafts&Baby-Bepflanzung Eures Balkons oder Beetes. Es ist ein wunderbares Gefühl, mit dickem Bauch langsam vor sich hinzugärtnern und zwar lauter Heilkräuter und Blumen, die mal dem Schnurps und Euch gut tun.

Und was macht Mensch nun mit dem C-Öl? Na, ALLES:

Baden: Ein paar TropfenC-Öl plus einmal die Tüten über die Wanne gehalten und MuMi reingespritzt. Fertich.

Popflege: Das C-Öl reinigt und pflegt. Megapraktisch! Eigentlich brauchts ja zur Reinigung eh nur lauwarmes Wasser, aber mit ein paar Tropfen C-Öl aufs Tuch geht alles besser ab und die Popöchenhaut ist noch richtig schön gepflegt. Gegen leichte Rötungen hilft es auch 1a. Allerdings: Ich spreche von einem Windelfrei-Po. Gibts doch mal echte Rötungen, verweise ich auf diese phänomenale Wundheilsalbe, die echt alles kann (keine Werbung, nur mannigfaltige Erfahrung).

Eincremen: C-Öl, nachm Baden. Geht auch fürs Gesicht.

Massage: C-Öl. Oft. Die Wirkung von Massagen auf das schnurpsliche Wohlbefinden ist absolut UNBESCHREIBLICH. Aber dazu mal ein eigener Blogbeitrag.

Wind & Wetter: Selbstgemachte Calendulasalbe unter Verwendung des C-Öls.

Feuchttücher: Altes Bettlaken (Großeltern fragen, ersteigern etc.) nochmal waschen und Essig (keine Essenz!) als Weichspüler benutzen. Bügeln für noch mehr Weichheit. Zerschneiden und vor dem Weggehen in einer Wasser/C-Öl-Mischung einlegen. Einrollen und in einer dieser praktischen Smoothie-Glasflaschen (leider nicht Bio und nicht sehr regional, aber seufz-lecker & vegan) verstauen. Zweite mitnehmen für schmutzige, aber wiederverwendbare Tücher.

Shampoo: Ihr braucht keines. Glaubt mir einfach. In 22 Monaten hat der Schnurps seine Haare nur mit Wasser gewaschen bekommen (etwa alle zwei Wochen und bei Notwendigkeit) und er hat sie zartesten Locken der Weltgeschichte.

So schauts aus. Easy does it.

Alone at Home

14 Jan

Ich weiß, heute ist nicht der 01.01., sondern der 13.01.2013. Ist doch auch ein schönes Datum, um wieder zu schreiben. Mein Notebook ist gestorben. Hat bisschen gebraucht, mich mit dem Ersatz zu befrieden.

Zwei Uhr morgens. Ich bin allein daheim. ALLEIN. Nach 22 Monaten und 4 Tagen schlafe ich die erste Nacht ohne den Schnurps. (Abgesehen von dem einen MagenDarmGrippeStunt vor ’nem Monat , aber da kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Kurzzeitgedächntis wurde im Klo versenkt, nachdem die Galle aufgebracht war. Hm, Yummie.) Besser gesagt: Schlafe eben NICHT ohne den Schnurps. Weil das Bett sich in diese große Wüste verwandelt hat, auf der Strohballen geisterhaft hin und her rollen und eisige Winde die Kopfkissen glatt streichen. Schluck.

Schnurps war mit Vatern feiern. Kosheres Essen gabs auch. Er hatte den Spass seines Lebens (wurde mir zumindest eben weis gemacht), hat bis Mitternacht mit Oliven jongliert & sich umtanzen lassen & ist dann im Auto weggeknackt, welches zu Vatern vor die Tür gefahren wurde, was unglücklicherweise von mir ungefähr stadtweitbreit entfernt ist. Ja, ich hätte ihn noch holen können. Aber wir haben stegreifartig entschlossen, es gut sein zu lassen, ist ja auch an der Zeit, das Wuschelmonster wird bald zwei, da kann er ja wohl mal in Vaterns haariger Armkuhle nächtigen und ungeplant sind solche Einschnitte eh immer am leichtesten. Dachte ich.

Nun nehmen meine Brüste langsam aber sicher das Gewicht von zwei DemeterKuhEutern an (das hab‘ ich nämlich komplett verdrängt, ich stille ja noch, ich Deppin, zum Abpumpen iss nix da, was mach ich jetzt????), der ansonsten treusorgende Hund ist ja leider tot (seit paar Monaten, andere Geschichte, reden wir nicht drüber, will ja nicht von WordPress wegen Überschwemmung verklagt werden) und so bin ich ALLEIN. DAHEIM. Lustich isses nicht.

Und dass es nicht lustich ist, ist nicht lustich. Also nochmal oben drauf. Schließlich hab‘ ich von Anfang an gearbeitet. Bin dran gewohnt, den Schnurps sechs Stunden am Tag den treusorgenden Armen seines grandiosen Papas zu überreichen. Aber die Nächte. Die kleinen Extremitäten, die es schaffen, nachts auf 1,80 x 1,80 anzuwachsen und ÜBERALL zu sein. Das leichte Atmen, gegen dessen Niedlichkeit ein sanftes Rascheln des Frühlingswindes im Birkenwäldchen ein armseliges Föhngeräusch ist. Seine kalte Nase, die er morgens in mein Ohr bohrt, bevor er „Heeeello?????“ kräht. Alles wech. Scheusslich.

Das hat mir keiner gesagt, dass die Kombo von Attachment Parenting und Alleinerziehend zu solchem HerzSchmerz führt. Dabei weiß mein Hirn natürlich genauestens um die enorme Wichtigkeit des Loslassens für eine liebevolle Bindung. Und den ganzen Schmonz. Und vor heute abend war ich auch ganz bereit, mit seelenruhigem Lächeln und dem mir eigenen, leicht arroganten „Ich weiß schon, was ich tue“-Habitus zu verkünden, dass ich den Schnurps natürlich ziehen lasse, wenn er eines Tages mit lässig über die Schulter geworfenem Kissen vor mir steht und sein eigenes Bett will – also so mit 15.

Aber es ist schwer. Die Höhle wird kälter. Und ich muss mir das eingestehen, egal wie bestenfalls bemitleidenswert und schlimmstenfalls milde inzestiös es sich anhört. Natürlich wäre es anders mit Partner. Natürlich projiziere ich einen Teil meines Nähebedürfnisses auf den Schnurps. Natürlich muss ich dieses Tal durchschreiten und auf der anderen Seite mit zwei lachenden Augen wieder rauskommen, wenn ich die Mutter bin, die ich sein will (irgendwas stimmt an der Grammatik dieses Satzes nicht, aber ich bin zu müde, ums heraus zu finden). Nur heute werde  ich so richtig  leiden. Und baden gehen. DAS habe ich nämlich auch seit einer Weile nicht gemacht. Wenn auch aus anderen Gründen. Die Ihr hier lesen könnt. Oder hier:

cover      So. Wer nun so tapfer war, meinem Selbstmitleid bis hierhin nachzukriechen, kriegt dafür  auch was Feines. Mit dem neuen Jahr fange ich nämlich an, schöne Dinge zu verschenken, die Euer Augenmerk auf lohnenswerte Sachen lenken sollen.

 

 

 

 

 

Und fange mal mit dem tollen City-Poster der Oya an:

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Das gibts dreimal zu verschenken, jawohl.

Und zwar an die ersten drei Menschen, die mir Ihr leckerstes veganes Rezept schicken. Das ich dann nachkochen und veröffentlichen darf. Weil ich nämlich wieder vegan werde dieses Jahr. Und der Schnurps muss mit. Dazu gäbe es fei auch noch viel zu erzählen. Aber jetzt bin ich wirklich müde. Vielleicht schlaf‘ ich einfach aufm Sofa. Gehabt Euch wohl!

Nachtrag: Es ist 03.48 Uhr. Und ratet mal. Ich schlafe immer noch nicht. Verknuspere Dinkelstangen und Vanille Chai. Gucke solche Sachen hier:

Gerade wird mir zum ersten Mal klar, auf welch absolut unbeschreibbare Weise ich niemals mehr sein werde, wie ich prä-Schnurps war. So habe ich mir das epochal-megalomanische Ausmaß meiner Verwandlung noch nie bewusst gemacht. Scary. Als hätte der Schnurps jede meiner Zellen einmal von innen nach außen gekehrt. Es sind schon noch dieselben, aber nun tragen sie ihre empfindliche Innenseite zur Welt hin. Alles berührt viel mehr, jedes Tun wird auf seine Nachhaltigkeit hin abgeklopft. Die Welt ist in völlig anderen Farben gemalt. Neee, ich hatte keinen Alkohol im Haus. Ist die Übermüdung. Noch zwanzig Minuten und ich fang‘ mit dem Gedichteschreiben an. Dann lieber zu den Strohrädern ins Bett. Die Grissini sind auch alle.

Gutes Nächtle.

Puuhhhiii.

26 Dez

Weihnachten is over. Na, zumindest der GROSSE Abend. Es war schön, irgendwie. Und auch herzzerreissend. Die Macht, mit der in mir von Zeit zu Zeit der Wunsch nach einer intakten Familie aufbraust und mich den Schnurps an das wunde Mutterherz pressen lässt, bis er verzweifelt die leider etwas zu langen Nägel in mein eh geschundenes Dekolléte schlägt, ist schon…hm…nicht unheftich. Aber es ist wie es ist und ich bin dankbar, dass wir es doch täglich hinkriegen, zugewandte Eltern zu sein, obwohl wir einander gegenüber so häufig die Liebenswürdigkeit zweier verrosteter Reibeisen an den Tag legen.

Beim Nachdenken über diese Tatsache, darüber, wie wirs an unserer Wut vorbei Trippelschritt für Trippelschritt besser machen können und wieso der Schnurps dabei unser allerbester Lehrmeister ist, kam dieses schnurps-durchdrungene kleine Essay für die Oya über gewaltbefreite und zärtlichkeitsgetragene Kommunikation heraus. Erschienen on- und offline in der aktuellen Ausgabe zur Gewalt, die starker Tobak ohne Süssungsmittel ist, aber auch unbedingtestens lesenswert.

cover

Hoffe, ich verkürze Euch mit der Lektüre die Zeit bis zum 01. Januar, wenn dieser Blog zu neuem Leben wieder erwachen wird.

Ach ja, und warum nicht eigentlich nachm Fest backen, hm???? Habe dieses Jahr Halloween verpasst und Weihnachten ein bisschen herbeigefürchtet, deshalb werde ich total gechillt jetzt backen, zwischen den Tagen, saional & regional, wies sein soll und zwar Kürbis-Zimt-Walnuss-Cookies (vegan, of course) mit dem letzten Kürbis ausm Garten. Mein Tipp für oben drauf: Mandarinen-Zuckerguss. Finster importiert, ich weiß.

Kommt vonner Post Punk Kitchen, auf deren Seite Ihr unter anderen wunderbaren Dingen leider nur auf Englisch grandiose Ei-Ersatz-Rezepte erfahrt.

Gehabt Euch wohl. Kommt gut ins Welt-Aufgegangene 2013.