Impfen. Ich werd immer verwirrter.

11 Aug

Mein sehr netter Kinderarzt fragt mich natürlich bei jeder U aufs Neue, ob wir den Schnurps impfen lassen möchten. Wie immer hab‘ ich mich zur Entscheidungsfindung in entsprechende Lektüre gestürzt, und bin nun bei zunehmender Informationslage immer verwirrter. Von all den experimentellen/ alternativen Praktiken, die wir mit dem Schnurps ausprobieren, ist das Nicht-Impfen die für mich Ambivalenteste. Deshalb halte ich mich hier so neutral wie möglich – weil ich meinen Entscheidungsprozess gerne diskutieren möchte, aber in KEINEM FALL EMPFEHLUNGEN GEBEN – nicht aus Feigheit, sondern weil ich einfach zu wenig weiß.

Das erste unangenehme Bauchkribbeln hatte ich, als ich erfahren habe, dass die Medien, auf denen die Impfstoffe produziert werden, entweder lebende Tiere, abgetötete Föten, HeLa-Zellen (Masern / Mumps) oder Meerkatzenkrebszellen (z.B. Grippe) sind – es sei denn, es handelt sich um gentechnisch hergestellte Impfstoffe (Hepatitis B, HPV).

Vor einiger Zeit habe ich mich mit HeLa-Zellen beschäftigt, auf der Grundlage eines sehr lohnenswerten Buches: „The Immortal Life of Henrietta Lacks„.

Henrietta Lacks war eine Afroamerikanerin, die in den 50ern an einer außerordentlich agressiven Krebsart litt.  Die entsprechenden Krebszellen vermehrten sich auch außerhalb ihres Körpers in Petrischalen extrem schnell und verlustlos. Das Ergebnis, im Kurzen zusammengefasst: Die Originalzellllinie HeLa wird noch heute millardenfach vervielfältigt und auf der ganzen Welt für Forschung und die Pharamindustrie verwendet. Tausende Menschen sind durch ihre Nutzung sehr wohlhabend geworden – nur Henriette Lacks (die an ihrem Krebs starb) und ihre Familie nicht. Denen sagte nämlich keiner der Ärzte etwas von dieser Vervielfältigung und ihrer kommerziellen Verwertung – tatsächlich konnten sie sich paradoxerweise lange nicht einmal selbst eine Krankenversicherung leisten.  Ich muss das wohl nicht weiter kommentieren. Hier gibt’s mehr Infos.

Natürlich behauptet die Pharmaindustrie, dass beispielsweise diese Krebzellen akribisch gereinigt werden, und nix mehr davon übrig ist, wenn der auf ihnen gezüchtete Impfstoff in den Babykörper gelangt. Und falls doch, würde das körpereigene Immunsystem sie abstoßen, und zwar sofort. Für mich klingt das irgendwie unrealistisch. Und genauso scheusslich wie der Rest der Trägerstoffe.

So, das steh‘ ich also und fang‘ an zu forschen. Falls man mein Rumgesurfe so nennen kann. Was für ein Sumpf. Da gibt es Vorträge wie diesen hier:

Und Erklärungen wie diese.

Vergleichbarer kritischer Beispiele sind viele.

Problematisch: Immer sind die entsprechenden Vortragsanlässe oder Seiten von einem leicht esoterischen Hauch durchzogen oder mit Rechtschreibfehlern gespickt. Während natürlich die Pharma-/klassische Medizinseiten wunderschönst gepimpt sind. Ist ja klar.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich das mit dem Impfen lassen sollte. Ich habe jetzt in jedem Fall beschlossen, mit allen Impfungen mindestens bis zu Schnurps erstem Geburtstag zu warten.  Was denkt Ihr?

7 Antworten to “Impfen. Ich werd immer verwirrter.”

  1. Janne´s Mama August 19, 2011 um 12:32 #

    Hallo!
    Wir haben uns hier auch umfassend mit dem Thema Impfen befasst und ich kann in diesem Zusammenhang das Buch: Impfratgeber aus Ganzheitlicher Sicht von Dr. med Georg Kneißl empfehlen.
    Der Gute geht auf alle gängigen Impfkrankheiten ein, sowie auf die Herstellung der einzelnen Impfstoffe und die enthaltenen Giftstoffe, die Äthiologie und Statistiken von Erkrankungshäufigkeit etc.
    Wer langfristig aufs Impfen verzichten möchte, sollte je nach Kinderarzt gut informiert sein, um sich nicht doch noch „ein schlechtes Gewissen“ einreden zu lassen und zusammengetragene Informationen durch einen Kollegen Dr. med. wirken da doch am überzeugendsten.

    Alles Liebe für die Entscheidung und ein Kompliment fürs Blog
    Janne´s Mama

    • ECObabe August 19, 2011 um 18:08 #

      Danke für den Tipp, Buch wird gleich an den Start gebracht, verschlungen und dann neuen, virtuellen Bücherregal „aufgestellt“. Das mit dem schlechten Gewissen ist tatsächlich eine mordsfiese Angelegenheit. Mein KA lässt mich zwar ziemlich in Ruhe, ist aber absolut pro – und ein bißchen warte ich schon auf die Standpauke, wenn ich von „erst mit einem Jahr“ zu „garnicht“ umschwenken werde….wird sicher eine interessante Erfahrung 😉

      • Janne´s Mama August 19, 2011 um 18:56 #

        Mir gehts genauso. Unser KiA lässt uns damit in Ruhe ausser die übliche Nachfrage bei jeder U. Aber ich halt ihn auch immer noch mit dem „im ersten Jahr mal gar nicht und dann mal sehn“-Ding hin.
        Eine sehr gute Freundin hat eine 6jährige, komplett ungeimpfte Tochter. Ich weiß nicht mehr, wie häufig die bereits wegen der ewigen Impfdiskussion bereits den Arzt gewechselt haben. Und auch ansonsten wird man immer wieder schief beäugt und eckt an, wenn man keinen Impfpass für ein Kind besitzt.
        Trotzdem glaube ich nach allem was man so liest und auch hört, ist es das Beste, darauf zu verzichten.

  2. kraehenmutter August 23, 2011 um 18:37 #

    ohje, ein heißes eisen…

    habe auch viel recherchiert, gelesen, angehört…und bin immer noch unsicher.
    man will halt nur das beste, nech…

    ich finds unvorstellbar, irgendeine „bösartige“ substanz in dieses reine, göttliche wesen injezieren zu lassen.

    trotzdem ist so ziemlich der rest der welt auf dem standpunkt, solchen eltern sollte das sorgerecht entzogen werden.
    unser kinderarzt hält sich bedeckt, wir haben aber auch erstmal die „vielleicht nachm 1. lebensjahr“-variante anklingen lassen….es bleibt spannend!

    eine befreundete kinderärztin hat ihr kind 2x impfen lassen, jeweils mit heftigen krankheiten im anschluss. daraufhin hat sie erstma alles weitere ausgesetzt und würde es so auch nicht nochmal machen.
    sowieso, wie krank die geimpften dann alle sind mit fieber, zäpfchen, pipapo…
    nee, ich kanns mir immer noch nicht vorstellen.

  3. Isabell November 22, 2011 um 20:48 #

    Der Link ist wirklich toll .
    Wir haben uns vor der Geburt entschieden , unser Würmchen auf keinen Fall impfen zu lassen . Der eigentliche entschluss war der Tot meiner Cousine , die leider mit einen jahr durch eine Impfung gestorben ist. Auch genannt Plötzlicher Kindstot.
    Mit Buch tipps zum thema impfen bin ich eher vorsichtig geworden , da mir zu oft die finger der guten Pharma industrie im Wege sind.
    kraehenmutter da kann ich dir nur zu stimmen . So etwas wie Krankheit oder Fieber kenn wir bis jetzt noch nicht (zum Glück) ! Eine leichte erkältung hatten wir auch aber das wars dann schon .
    Da ich aber prinzipiell eine große abneigung gegen jegliche Schulmed. habe , mussten wir uns nicht wirklich mit den Thema weiter auseinander setzen .

  4. Alt-Mama März 6, 2012 um 01:14 #

    Möchte Euch gerne in Eurer Haltung unterstützen, habe gute Erfahrung mit spät impfen, erst mit 1 Jahr und wenig impfen (Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung und mehr nicht) Habe zwei Söhne, mittlerweile 20 und 16 Jahre, hatte nach der ersten „schlechten“ Erfahrung (alter“ erfahrener“ Kinderarzt impfte meinen Sohn bei der ersten Untersuchung ohne mich zu fragen!!!!! da ich ja eh keine Ahnung hätte, gleich auch noch gegen Grippe, er war glaub ich 8 Wochen alt,) wechselte sofort zu einem homöopathischen , ebenfalls sehr erfahrenen Kinderarzt (ist leider nicht mehr in München), der impfte grundsätzlich nur (siehe oben) wollte jemand eine Keuchhustenimpfung hat er diejenige weggeschickt, Meine Kinder durften ruhig mal Fieber haben dauert meist nur 2-3- Tage, ohne Fieberzäpfchen, nur mit Wadenwickeln, waren und sind, gesundheitlich sehr stabil.
    Einige anderen Kinder im Kindergarten wurden gegen alles mögliche geimpft, die waren häufiger krank und ich hatten häufig dauern kranke kleine Geschwister, ebenfalls gegen alles geimpft. Ob da ein Zusammenhang besteht?? Befreundete Ärzte (normale Allopathen) redeten mir dauernd ins Gewissen, bis ich das Thema einfach nicht mehr angeschnitten habe. Der 20 Jährige hat bis heute noch nie ein Antibiotikum gebraucht…
    Und gegen Grippe lassen wir uns alle nie impfen. Mein Mann hat es einmal gemacht und genau dann hat er eine Grippe bekommen????
    Wichtig ist die natürliche Stärkung der Immunabwehr, gute Ernährung, ruhig mal bisschen im Dreck wühlen lassen, nicht alles antiseptisch clean, Zeit und Zuwendung, Ihr werdet es schon richtig machen, hört auf Euren Bauch…

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