Nackig & seeeehr lustig!!!!

19 Aug

Was macht es aus, das ECObabe? Seine Nachhaltigkeit!

Re-Using, Re-Cycling, Up-Cycling. Und die Nutzung von sich selbst regenerierenden Ressourcen. Ihr wißt schon: Liebe ist das Einzige, was wächst, in dem wir es verschwenden (zartes Violinengejaule im Hintegrund).

Meine neue Leidenschaft: Spiele finden und erfinden, die

  1. (So gut wie) Nix kosten
  2. (So gut wie) Ohne Spielzeug auskommen
  3. Allen Spaß machen

Wenn erprobt & für gut begluckst, werden diese als Inspirationsquelle in der Kategorie: Nackig&Lustig zu finden sein. Denn die essenzielle Zutat im Falle von Schnurps, 5 Monate alt, ist natürlich: Seine hochverehrte Nackeligkeit. Und meine. Die vom Vatatier. Und jedem anderen, der es nicht bei 3 ausm windelfreien Dunstkreis schafft.

Denn, Tatsache ist: Der Attachment Parenting Winzling hat einen völlig anderen Verlustigungssanspruch. Auf der Webseite von Dr. Sears, dem Namensgeber dieses Konzeptes, findet sich ein interessanter Artikel, der sich u.a. mit der Einzigartigkeit der kognitiven Entwicklung von AP-Kindern beschäftigt. (Und wer dann noch mag, findet hier weiteres Interessantes zum Thema).

Allerdings bedeutet die resultierende außerordentliche Neugier, langanhaltende Wachheit, hohe  Konzentrationsfähigkeit, konstante Anwesenheit und Bereitschaft zur emotionalen Kommunikation eben auch, dass der Schnurps viel und „Interessantes“ spielen möchte. Denn seine wuseligen, sich ständig vernetzenden Hirnzellen wollen beschäftigt sein, seine Sinne er-Leben und sein irrwitzigen Sinn für Humor gekitzelt werden. (Und ja, diese Beschreibung spiegelt mein Erleben seines Seins, und keine AP-Theorie wieder.)

Der Schnurps liegt selten einfach nur so da, wenn er wach ist. Natürlich geben wir ihm die Zeit, zu sinnieren, seine Zehen zu belutschen, ins Leere zu starren, Hund & Wolken zu beobachten und was der kontemplativen Dinge mehr sind. Meist aber will er spielen. Und das, seit er etwa zwei Monate alt ist. Er guckt mich dann mit riesigen, hellwachen Augen und (seit dem vierten Monat) mit einem erwartungsvollen Grinsen an und will loslegen. Was ja nicht so einfach ist, in Anbetracht des Gerade-Sitzen-aber-noch-nicht-Krabbeln könnens.

Die Lustich&Nackich Spiele sind genau für diese Phase entstanden und beglücken uns alle ständig aus Neue. ENJOY!!!

Der Esel Benjamin (mein allerallerallerallerliebstes Kinderbuch als Winzling)

Ich oder Vatatier machen unseren Oberkörper nackich (Schnurps ist es ja sowieso schon) und gehen in den Vierfüßlerstand. Der jeweils Andere sagt zum Schnurps: „Sollen wir mit dem Esel Benjamin reiten?“. Dazu gibts vom Vierfüßlichen laute Eselstöne, was Schnurps zum neugierigen Rüberlinsen veranlasst. Dann wird er hochgehoben und – je nach Alter – auf dem Bauch oder sitzend auf den Rücken des „Esels“ gepflanzt, und zwar genau in die Mitte des leicht nach innen gewölbten Rückens. !!!!!!!!!! Super für länger in der Bauchlage bleiben!!!!! Natürlich halten wir Schnurps dabei fest, aber nicht so, dass er sich nicht selbst noch „ausschwingen“ könnte. Dann gehts auf dem Esel durch die Wohnung, begleitet von IA-Geschnaube – mal langsamer, mal schneller, mal mit ein bißchen Buckeln, mal mit den Hund besuchen…. Schnurps LIEBT diese Ausritte; er kann das locker 20 Minuten lang machen. Am Ende wird er heruntergehoben und vor den „Esel“ gelegt, der ihm noch ein paar liebevolle Stupse gibt.

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3 Antworten to “Nackig & seeeehr lustig!!!!”

  1. kraehenmutter August 23, 2011 um 19:10 #

    wie erklärt ihr das den omas&opas?

    hier gabs schon großes empören, weil wir bitte keine rainforest-erlebnisdecke haben wollten. das leben wäre doch bunt, das könne man dem armen kind bitte nicht vorenthalten…;D

    • ECObabe August 24, 2011 um 19:18 #

      Aber was für eine wunderbare Aussage, das Leben wäre doch bunt !!! Da kannste doch vielleicht anknüpfen, immer getreu der lernpsychologischen Einsicht, dass Menschen da abgeholt werden müssen, wo sie stehen. Stimmt, das Leben ist bunt, und Rainforst-Erlebnisdecken reflektieren in ihrer quietschigen Plastiklichkeit die organische Vielfalt des Lebens ganz genau…ähem…nirgendwo.
      Aber bestimmt können Omas doch nähen, oder? Wie wärs also mit großen und kleinen Stoffwürfeln, oder einer bunten, weichen Patchworkdecke – Dingen, die eine Generation überleben, die sich mit Geschichten vollsaugen, Wärme und Liebe ausstrahlen…oder, SUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUPPPPERSCHÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖNNN, und ab Wochenende auf diesem Blog mit Anleitung zu finden: Bausteine aus unbehandeltem Holz mit einer Borkenseite, zum Riechen, Schmecken und Befummeln, vom Opa (oder der schreinernden Oma 😉 selbst im Wald zusammengehamstert…oder ein blühendes Blumenbeet….ich glaube, wenn Opas und Omas voller Geduld erklärt bekommen, dass ein Geschenk ihren eigenen Geist atmen soll und nicht den einer plastizusammensetzenden Maschine in Taiwan, dann verstehen sie das mit dem Herzen – und mit dem sieht man bekanntlich am besten 😉

      • kraehenmutter August 25, 2011 um 11:12 #

        hehe nette idee und die eine seite der familie macht sowas auch fleißig.
        bei der anderen hälfte (selbstverständlich NICHT meiner) ist da leider hopfen und malz verloren…sämtliche errungenschaften des modernen baby-equipments müssen genutzt werden, häschen, bärchen und horror-sonnen sollten auf allen utensilien prangen, babys finden sowas schließlich hübsch! empörung, wenn solche dinge dann unauffällig im keller landen…
        nicken, lächeln und vergessen.

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