FutterFreitag#1: Fix und mal nicht Foxi.

7 Okt

Ich bin ja eigentlich (das verbotene Wort) eine leieieieieieieieieiedenschaftliche Gastgeberin. Vor allem jetzt, wo der Herbst naht…hmmmm…elaborate Aufläufe…samtige Souflées…hoch sich türmende Veggieburger…komplexe Thaisuppen….rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr = der virtuelle Wecker, mich aus meinen kulinarischen Fantasien reissend und an die Wirklichkeit gemahnend, in der ich nur noch eins kredenze, nämlich MilliMilliMilliMilli, und zwar vom Nippel serviert,was ja wohl nur als die verschäfte Variante von Drive-In Fast Food bezeichnet werden kann. Dinner for One, Directrice Cut.

Das ganze Ausmaß dieser monokulturellen Katastrophe eröffnete sich mir am Geburtstag des Vatatiers. An ebenselbem geriet das Fabrizieren zweier verschiedener Gebäcke (Karamell-Shortbread und MiniaturMaulwurfsMuffins), was ich sonst mit links wurschteln würde, während die Rechte noch eben Origamischwäne aus Servietten faltet, zu einem MEGAFIASKO. Ich will nicht näher drauf eingehen, aber es involvierte einen tragetuchresistenten, übermüdeten Schnurps und ungefährt sieben Liter Tränen aller Beteiligten. Seitdem ist der Gedanke, ein dreigängiges Menu für vier Personen zu kredenzen, ungefähr so verlockend wie warmer Poo, sanft die Taillengegend des Lieblingskleides durchweichend, während Du mit Schnurps im Tragetuch hinten in ’nem Vortragsraum stehst, und die Welt davon zu überzeugen versuchst, das, ja, Mutter & Intellektuelle sein, doch Super! Gleichzeitig! geht. Don’t ask.

Wie auch immer, und abgesehen davon, dass meine potenziellen Dinnergäste sich wöchentlich minimieren, gebe ich natürlich nicht klein bei. Sondern erfinde stattdessen laufend die weltschnellsten veganen Leckerlichkeiten (mit ein bißchen Geschummele) die tatsächlich meinen Gourmetansprüchen aus dem letzten Leben genügen, und die Gourmandgelüste meiner verbleibenden kinderlosen Freunde befriedigen. Und (soll ja nicht zu easy sein) weniger als 8 Minuten pro Gericht dauern. Diese werde ich Euch in Zukunft kredenzen. Haute Cuisine, AP-Style.

Habe dabei ganz generell festgestellt, dass das Geheimnis stressfreien Kochens mit Schnurps an der Backe in

  1. der kreativen Verknödelung hochwertiger Fertiggerichte
  2. Gerichten mit langer „Sitz“zeit, die man am Tag machen kann, während der Schnurps schläft
  3. ultraschnellen & simplen Gerichten mit einer oder mehrerer originellen Zutaten, die über ihre ansonsten relative Schlichtheit hinwegtäuschen
  4. dem schamlosen Einbinden der Gäste

liegt.

Und so gehts.

Koriandriger MaisChowder

Bund Frühlingszwiebeln schneiden und in gut Olivenöl, Currypulver und Gemüsebrühepulver anbraten, bis es lekka riecht.

Große Dose Mais rein, auch anbraten.

Ebenso große Dose Kokosmilch rein, heiss werden lassen.

Vom Herd nehmen, Bündel Koriander abstreifen, Hälfte rein. Alles mit Zauberstab pürieren.

Mit Pfeffa und Limonensaft abschmecken. Mitmensch hackt inzwischen restlichen Koriander. Wird untergemischt oder kommt zur Deko drüber. Fertich.

Dazu schmeckt Naanbrot ausm Ofen himmlisch. Einfach den Gast vom Inder mitbringen lassen. Macht soooo satt!

Zum Nachtisch gibts Ingwer-Rosmarin-YumYum

Ne fixe Schichtspeise, während SchnurpsSchlummerzeit präpariert. Sojaghurt, miniminimini kleingehackten Ingwer und Reissirup verrühren. Feinschmeckerröllchen Ingwer-Zitron (von basic) crushen. Feste Birnen raspeln. Mit einem HAUCH von frischem, gestossenem Rosmarin mischen. Alles in große Gläser schichten und im Kühlschrank schön durchziehen lassen.

Have Fun!

PS. Hier besagte Röllchen – gibts bei Basic. Wo ich eigentlich nur schweren Herzens hingehe, da mir dort verschiedenen Geschäftspraktiken etwas sauer aufstossen.

Eigentlich tun es alle Zitronenkekse. Wenns backende Omas gibt: Einfach in den Mürbeteig Zitrone/Limone und Ingwerstückchen einarbeiten und schön ruhen lassen vorm Backen. Dann allerdings drauf achten, zuerst die Birne einzufüllen und dann die Krümel, denn sonst sind sie zu schwer, und versinken völlig im Sojaghurt.

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