Zwischenmahlzeit: Inspiration pur.

5 Sep

…während der Rest meines Hirns sich die Zellen wunddenkt an den bis jetzt tief in mir verknubbelten Tabus, die mein Nachdenken über Sex & Mutterschaft nun ans Tageslicht spült (Bloggen ist halt doch nix anders als Therapie für Therapeutenhasser) gebe ich Euch einen wunderbaren Film mit in den lauen Herbstabend: „Sustainable“.

Ein kurzes Epos mit lauter inspirierenden Menschen, die den überstrapazierten Begriff „ChangeMaker“ mit neuem Leben erfüllen. Alle Hintergrundinfos findet Ihr hier, plus noch einem In-Depth Nachschlag mit Sebastian Copeland und 10 sehr sensibel zusammengestellten Ideen, wie wir die Welt verändern können (und nein, Müll trennen gehört diesmal nicht dazu, schnarch). Ich selbst komme gerade von einem wunderbaren Nachmittag mit dem dazugehörigen Filmemacher Ralf Luethy und der Produzentin Ariane Drumm von Field of View sowie dem live hinzugeschalteten Protagonisten & Supporter Alexander Rossner vom Zukunftswerk (der vierte im Bunde, Stadtimker und Kartoffelkombinat Genossenschaftsmitbegründer Daniel Überall, konnte leider nicht dabei sein): Alles  spannende, zukunftsgewandte Menschen, die diesen Film gemacht haben, weil sie einfach das Gefühl hatten, etwas tun zu müssen mit den Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen. Es ist keine einfache Welt, in die wir die Schnurpse entlassen, aber solange es solche Menschen gibt, bin ich nicht gewillt, die Hoffnung aufzugeben.

Also, Menschen, wenn Euch „Sustainable“ gefällt, dann schickt den Link rum, tweetet ihn, bindet ihn in Eure Blogs ein, zeigt ihn vor dem nächsten Essen Euren Freunden & diskutiert darüber, spielt ihn in der Mittagspause Eurem „Ach komm schon, der Klimawandel ist doch nur so ’ne Hippieerfindung“-Kollegen vor – er hat es verdient (ja, der Kollege auch).

Und nun noch ein paar kleine Schmankelr für alle, die in und um München leben:

Am 07.Oktober ist Erntedankfest im o’pflanzt is! – Garten; es gibt eine Lesung, eine Performance, ein Konzert, es wird geerntet und gekocht, diskutiert & gelustwandelt und sicher sehr schön (bei strömendem Regen fällts allerdings aus). Alle, die nicht wissen, wovon ich rede, schaun einfach mal bei hier vorbei – o’pflanzt is! ist ein Gemeinschaftsgartenprojekt, das ich mit vielen anderen großartigen Menschen gegründet habe.

Am 13.Oktober werde ich zusammen mit dem spannenden Raphael Fellmer den Workshop ResteEssen im Rahmen des Münchner Klimaherbstes veranstalten – alle Infos gibt’s hier, die Einladung liest sich wie folgt:

Europas Essensreste könnten zweimal den Welthunger stillen. Aber wie wird Mensch zum genussreichen ResteEsser? Raphael Fellmer lebt – ohne Geld – seit Jahren mit Familie vom „Lebensmittelretten“. Er erzählt vom Schatzsuchen in Abfallcontainern, von Möglichkeiten, ganz legal Essensreste zu bekommen – und davon, wie jeder seinen ökologischen Fußabdruck verringern kann. Caroline vom Münchner Gemeinschaftsgarten o’pflanzt is! e.V. gibt Tipps, wie Urbane Landwirtschaft & Neue Nachbarschaftlichkeit Mülleimer leeren und Bäuche glücklich machen. Dazu wird die Plattform FoodSharing (foodsharing.de) und das Filmprojekt „Taste the Waste“ des Filmemachers Valentin Thurn vorgestellt.

Mit Raphael und seiner Frau werde ich außerdem ein Interview zu Veganismus & Geldlosigkeit als Familie mit Minischnurps für Blog & Buch machen – ich freu‘ mich schon sehr darauf, da Beides mich außerordentlich umtreibt.

Am Tag drauf, den 14. Oktober, stelle ich ein neues Workshop-Projekt von mir vor: „1 Hektoliter Grün – Urban Agriculture im Miniformat“:

Jeder hat ein Recht auf selbstgezogenes Gemüse! Das spart nicht nur Geld und CO2, es sensibilisiert auch für die geballte Zuwendung und Lebenskraft, die in jedem geernteten Lebensmittel stecken. Unser Workshop für Klein und Groß zeigt ganz praktisch, wie noch in der kleinsten Hütte „1 Hektoliter Grün“ Platz findet: durch Nutzung vertikalen, horizontalen und diagonalen Raums, mit recycelten Materialien, selbstgezogenen Samen und cleveren Permakulturtechniken.

Letzterer allerdings hat nur ein begrenztes Platzkontingent – first come, first serve. Natürlich ist alles wie immer umsonst & for free, Spenden kommen o’pflanzt is!  zugute. Enjoy!

5 Antworten to “Zwischenmahlzeit: Inspiration pur.”

  1. Naru September 6, 2012 um 15:16 #

    Ach, bist das DU in der neuen oya? 😀 😀 Bin seit ner Weile stummer Mitleser hier und dachte jetzt aber beim Blättern in meiner oya, neeeeee, das kann doch nicht wahr sein, die Welt ist echt klein. (Wo war denn das Schnurpselchen während dem Interview?) (Ja, die Welt. In mir wächst gerade auch so ein kleines Menschlein, bei dem ich schon prophylaktisch besorgt bin, wo ich das denn reingebäre bzw. wie ich es schaffe, dass aus ihm/ihr jemand wird, der evtl. mal eine Supermethode erfindet, wie man Atomschrott beseitigen/plastikabbauende Mikroben in die Weltmeere schütten/Boden renaturieren kann etc pp. Oh je.)

    • ECObabe September 6, 2012 um 15:53 #

      Stimmt, bin ich. Schnurps war bei Vatern, weil wir uns ja die Bespaßung tagsüber genau teilen. Ich weiß, einerseits will ich ihm ja nicht die finstere Aufgabe auf die kleinen Schultern laden, Superschnurps zu werden, aber andererseits – wer sonst? Ich wünsche Dir eine wunder, wunderschöne Schwangerschaft. Geniesse sie. Nimm Dir ganz viel Zeit für Euch. Meditiere, falls Dus nicht schon tust – ich bin fest davon überzeugt, dass das Meditieren ursächlich an der Schönheit & Wunderbarlichkeit unserer (zweistündigen) Geburt beteiligt war. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie (obwohl ich schon einschlgige neurologische Studien gelesen habe und mir was zusammenbasteln könnte), aber sicher das. Toll dass Du die Oya liest. Ich schreibe gerade an einem Artikel über lebendiges Miteinandersprechen für die kommende Ausgabe, bin schon ganz aufgeregt 😉

      • Naru September 6, 2012 um 19:49 #

        Dankschee, ich genieß es auch fleißig 🙂
        (Zählt vielleicht nicht ganz als Meditation, aber eine Bekannte hat mir eine HypnoBirthing-CD ausgeliehen mit all so putzigen Sätzen wie „Und dein Muttermund öffnet sich ganz leicht“ oder „Deine Gebärmuttermuskeln sind ganz entspannt“ „Du befindest dich in einem wunderschönen Garten“ etc pp, bei der ich leider immer prompt einschlafe, kaum hab ich sie angeschaltet…:D)
        Neue Artikel! Wunderbar! Schade, dass München so gar nicht um die Ecke ist, die Workshops klingen auch alle interessant. Aber ich finde es ja trotz allem Apokalyptischem um einen rum beruhigend, dass es doch immer wieder irgendwo Menschen und Kreativität und kleine und große Weltrettungsprojekte gibt, die sich von all dem Drama nicht beirren lassen…

  2. amberlight September 7, 2012 um 06:37 #

    „bindet ihn in Eure Blogs ein“ – geschehen – da: http://amberlight-label.blogspot.de/2012/09/grunzeug-urwaldubernachtung-wochenmarkt.html

    • ECObabe September 7, 2012 um 07:03 #

      Super – Du bist auf meiner Lektüreliste für Sonntag!

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