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FreitagsFutter #1: Shake Your Möpse

23 Sep

Na, wenn das mal nicht wieder ein paar nette SEO-Verwirrte auf die Seite lockt. Ungefähr so wiederlich wie die Tatsache, die mein Dashboard mir vor einigen Tagen mitteilte…nämlich, dass eine der Suchwortkombinationen, die auf meine Seite verwiesen, „Baby Schniedel“ war.

Wiederlich. Schüttel. Aber welche Lehre soll ich daraus ziehen? Mich selbst zensieren? Die wunderschönen, von mir grenzenlos bewunderten Genitalien meines Sohnes nicht mehr lobpreisen, weil in der virtuellen Unterwelt in tiefem Selbsthass modernde Pädophile unterwegs sind? Nein, nein und nochmals nein. Aber falls ein Solcher das hier liest, empfehle ich die Hinwendung zu folgender Stelle: www.kein-taeter-werden-bayern.de   Und das ist mein heiliger Ernst.  So, genug Unappetitliches. Kommen wir zu was Leckererem.

Nämlich zum sinnvollsten Shakerezept der Welt. Und wie fast alle meine Rezepte ist es anderthalbhändig zuzubereiten, also auch während  Schnurpse gleichzeitig im Hüftsitz freudig quietschend an Mutters Haaren reißen. Ich habs zusammengewurschtelt, als dieses wunderbare Produkt auf den Markt kam:

Ich bin ja zu feige gewesen, vegan schwanger zu sein (beim nächsten Schnurps wirds anders, sollte ein solcher sich auf den Weg zu uns machen wollen) und auch jetzt noch sind meine Tage recht käselastig. Aber ich versuchs gerade wieder abzubauen, und da kam dieses schicke Produkt gerade richtig. Eigentlich bin ich ja gegen fancy aufgewurschtelte UndNochNZusatz-Produkte in Tetrapacks, aber Tatsache ist: Wir brauchen Omega-3 für gesundes Schnurpswachtum. Ich ratter jetzt nicht runter warum, sondern empfehle z.B. diesen Link. Klingt zwar herkunftsmäßig lobbytechnisch verdächtig („Eine Initiative von Wissenschaft und Wirtschaft“), hat mich aber gut mit Infos versorgt.

Ha, dachte sich also mein alchemistisches Ich, es muss doch möglich sein, DEN veganen Schwangerschafts-/StillShake hinzubekommen, der schön viel DHA reinschaufelt (allerdings: Zusätzlich braucht’s immer noch DHA-reiches Algenöl in Kapseln, wenn Ihr auf die täglich empfohlenen 0,2 g DHA kommen wollt!) , die Verdauung anregt, immerhin sättlich macht und natürlich noch glücklich, weil er so lecker ist…

And here it comes, Ladies, Gentlemen & TinyOnes:

  • 1 Banane ( ich weiß, nicht PC, wegen Transport und so)
  • 1 gehäufter Teelöffel geschrotete Leinsamen
  • ca. 250 ml Sojamilch Omega 3
  • 1 Eßlöffel reiner Sanddornsaft
  • 1 Eßlöffel Agavendicksaft
  • 1 Messerspitze Anis

Alles mit dem Zauberstab kleinpürieren und runter damit.

 

 

Yummski!

Lohnenswertes Fundstück

12 Aug

Mein momentaner Fetisch ist ja ERNÄHRUNG. Dabei bin ich auf das nette eBook „Die 5 Geheimnisse gesunder Babyernährung“ gestoßen, das es hier kostenlos gibt. Die Webseite des Autors findet Ihr hier. Das eBook lohnt sich schon allein aufgrund der hinreissenden Retrocovergrafik 😉

Natürlich soll damit ein weiteres, relativ teures Pamphlet mit Rezepten beworben werden, aber das ist ja nur legitim. Ich kann weder zum Autoren noch zu den Rezepten was sagen, da der Schnurps ja noch nuckelt und ich nicht die Zeit habe, mich in die Webseite des Herren zu vergraben.

Aber das eBook habe ich gelesen und es lohnt sich – weil es eine Übung in kritischem Denken ist. Es versucht, hinter die vermeintlichen Selbstverständlichkeiten von Babynahrung und generell unseren Eßgewohnheiten zu schauen und die Primärinteressen der dahinter stehenden Industrien zu filtern. Und das ziemlich intelligent, ohne abgehoben oder zu eso zu sein.

Wer sich nochmal daran erinnern möchte, warum Zucker eine Droge in vielen legalisierten Gewändern ist, Milch nie für den Menschen gedacht war, Babybrei aus dem Gläschen auch nur eine euphemisierte Konserve ist, Industrienahrung nur Einem was bringt, nämlich der Industrie, findet hier eine geradeaussige und erfrischende Lektüre.

Auch die Abschnitte über das energetische Potenzial von Lebensmitteln sind super interessant. Zwar erscheint mir die Verknüpfung Biophotonen/ Energetischer Nährwert noch etwas zu schwammig. Aber mit den Futterprinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin  und Ayurveda sollte sich jeder mal beschäftigen, der seinem Winzling ein natürliches Verhältnis zu seinem Körper und dessen Bedürfnissen schenken möchte.

In jedem Fall: Es lohnt sich, diesen kleinen, subversiven Ausflug zu unternehmen!