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FreitagsFutter #1: Shake Your Möpse

23 Sep

Na, wenn das mal nicht wieder ein paar nette SEO-Verwirrte auf die Seite lockt. Ungefähr so wiederlich wie die Tatsache, die mein Dashboard mir vor einigen Tagen mitteilte…nämlich, dass eine der Suchwortkombinationen, die auf meine Seite verwiesen, „Baby Schniedel“ war.

Wiederlich. Schüttel. Aber welche Lehre soll ich daraus ziehen? Mich selbst zensieren? Die wunderschönen, von mir grenzenlos bewunderten Genitalien meines Sohnes nicht mehr lobpreisen, weil in der virtuellen Unterwelt in tiefem Selbsthass modernde Pädophile unterwegs sind? Nein, nein und nochmals nein. Aber falls ein Solcher das hier liest, empfehle ich die Hinwendung zu folgender Stelle: www.kein-taeter-werden-bayern.de   Und das ist mein heiliger Ernst.  So, genug Unappetitliches. Kommen wir zu was Leckererem.

Nämlich zum sinnvollsten Shakerezept der Welt. Und wie fast alle meine Rezepte ist es anderthalbhändig zuzubereiten, also auch während  Schnurpse gleichzeitig im Hüftsitz freudig quietschend an Mutters Haaren reißen. Ich habs zusammengewurschtelt, als dieses wunderbare Produkt auf den Markt kam:

Ich bin ja zu feige gewesen, vegan schwanger zu sein (beim nächsten Schnurps wirds anders, sollte ein solcher sich auf den Weg zu uns machen wollen) und auch jetzt noch sind meine Tage recht käselastig. Aber ich versuchs gerade wieder abzubauen, und da kam dieses schicke Produkt gerade richtig. Eigentlich bin ich ja gegen fancy aufgewurschtelte UndNochNZusatz-Produkte in Tetrapacks, aber Tatsache ist: Wir brauchen Omega-3 für gesundes Schnurpswachtum. Ich ratter jetzt nicht runter warum, sondern empfehle z.B. diesen Link. Klingt zwar herkunftsmäßig lobbytechnisch verdächtig („Eine Initiative von Wissenschaft und Wirtschaft“), hat mich aber gut mit Infos versorgt.

Ha, dachte sich also mein alchemistisches Ich, es muss doch möglich sein, DEN veganen Schwangerschafts-/StillShake hinzubekommen, der schön viel DHA reinschaufelt (allerdings: Zusätzlich braucht’s immer noch DHA-reiches Algenöl in Kapseln, wenn Ihr auf die täglich empfohlenen 0,2 g DHA kommen wollt!) , die Verdauung anregt, immerhin sättlich macht und natürlich noch glücklich, weil er so lecker ist…

And here it comes, Ladies, Gentlemen & TinyOnes:

  • 1 Banane ( ich weiß, nicht PC, wegen Transport und so)
  • 1 gehäufter Teelöffel geschrotete Leinsamen
  • ca. 250 ml Sojamilch Omega 3
  • 1 Eßlöffel reiner Sanddornsaft
  • 1 Eßlöffel Agavendicksaft
  • 1 Messerspitze Anis

Alles mit dem Zauberstab kleinpürieren und runter damit.

 

 

Yummski!

Me, Myself & I Mittwoch #1: Die Dusche

14 Sep

Willkommen zum ersten Me, Myself & I Mittwoch.

Es ist 04:18 Uhr, meine Blogigkeit schneidersitzt auf’m Futon, neben mir schnarchschnuppeln Schnurps & Vatatier & Floddernase (the dog) und ich nutze die Nacht (wie immer) zum Schreiben. Deshalb kommt dieser Beitrag auch wirklich von Herzen (oder eher: vom durch Schlafentzug umwölkten Hirn), wie Ihr gleich sehen werdet.

Aber vorab ein paar philosophische Brocken.  Habe in den letzten Tagen viel über Feminismus&Mutterschaft gelesen (morgen gibt’s mehr dazu), und mich anlässlich dessen gefragt, woher trotz Philosophiestudium & Generellem Hang zum MetaRumSinnieren mein eigener Anspruch an diesen Blog ein Praktischer ist. Ich glaube, das Schurps kriegen hat mich neben vierundachtzigtausendmilliarden anderer Dinge auch einen, ich nenne das jetzt mal so:  Spirituellen Pragmatismus gelehrt. Ich will, das was passiert. Das schmälert in meinen Augen nicht die Verdienste all jener, die die Theorie voran bringen. Aber hier, an dieser Stelle, möchte  ich die Unmittelbarkeit des Bloggens nutzen, um über den All-Tag zu schreiben, diesen immer wieder kehrenden, aber auch so wahnsinnig vergänglich/unwiderbringlichen Raum, der uns zur Verfügung steht, um die Schnurpse zu glücklichen & verantwortungsvollen Menschenwesen werden zu lassen. Nee, iss klar, oda?

Soooo, und along these lines noch was zum Thema Selbstliebe. Deshalb gibt’s nämlich diese Me, Myself & I -Nummer. Ich bin in einer Familie mit einem sich selbst entsagenden Vater und einer bis zum Egozentrismus ihre Ideen verwirklichenden Mutter aufgewachsen. (Die mich beide sehr geliebt haben, und deren Einsatz ich erst jetzt richtig zu schätzen weiß, wo Schnurps da ist. Leider betrachten sie uns jetzt nur noch von einer Wolke, die Seele baumeln lassend.) Wirkliche, ausgeglichene SelbstLiebe ist mir nie vorgelebt worden. In Folge dessen – und wieder ein Beispiels für die immense Wichtigkeit des VORLEBENS – hat es lange gedauert (und ist längst noch nicht vervollkommnet), bis ich die Notwendigkeit dieses Gefühl nicht nur für mich, sondern auch für jede meiner Beziehungen begriffen habe. Und jetzt, wo der Schnurps da ist, bekommt dieses Thema nochmal eine völlig neue Dimension.  Selbstliebe ist MutterPflicht.

Wir müssen Räume schaffen, in denen wir Kraft tanken, uns erinnern, wer wir sind, wo unsere Stärken liegen, wie es unseren Schwächen geht, wo wir hinwollen und ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Deshalb sind Auszeiten so wichtig. Deshalb müssen wir diese einfordern. Auch wenn es schmerzt, diese Zeit den Schnurpsen „abzuziehen“, auch wenn wir gegen das Gefühl illegitimen Egoismusses ankämpfen, auch wenn es manchmal ein kleiner Kampf mit denen ist, die einspringen müssen. Mit Me, Myself & I geht es mir quasi um das formelle Schaffen solcher TimeOutOasen. Denn nur regenerative & regenerierte Energie ist wahrhaft nachhaltig – das gilt auch für uns selbst.

Apropos regenerative Energien:  SCHON ZU ÖKOSTROM GEWECHSELT????? Geht sooooo leicht und gleich hier.

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So sei es denn:

Me, Myself & I #1 – Die Dusche und das WiederAuferstehungsDuschpeeling

Solltet Ihr dies lesen, während Ihr noch schwanger seid, dann bitte, bitte, bitte nehmt Euch Folgendes vor: Heute abend setzt Ihr Euren Partner hin und sagt, Du, Häseken, wir machen jetzt einen Vertrag. Was auch immer passiert, an jedem neuen Morgen übernimmst Du den kommenden Winzling für 20 Minuten, damit ich duschen kann. Unterschreibt. Pinnt das Pamphlet an den Kühlschrank. Lasst nicht zu, dass es von niedlichen Babyfotos überdeckt wird.

Ja, ich weiß, jetzt lächelt Ihr noch milde. Und denkt: Mal paar Minuten Zeit zum Duschen finden, das wird ja wohl nicht so schwer sein. Oder: Arme Wurst, schlaue Blogs schreiben kannse, aber Timemanagement iss wohl nich ihr Ding. Das Lachen wird Euch vergehen, wenn Ihr milchbesudelt (jawohl, trotz Einlage), spuckeverziert, pinkelbesprüht & ungekämmt nachmittags um drei noch immer ungeduscht aufm Spielteppich Schnurpse bespaßt und zwischenheimlich sehnsuchtsvoll das soeben auf dem Flohmarkt (ich kaufe nix Neues) erschnappte, frisch gewaschene, nach Citronella duftende Tunikakleid anschmachtet, dass am Kleiderschrank hängend auf die Umhüllung eines wohlduftenden Körpers wartet.

NichtsAufDerWelt kann Euch nach einer durchwachten, durchzahnten, durchweinten, herzgebrochenen Nacht wieder so ins erwachsene Leben zurückholen wie eine Dusche. Sie gibt Euch das Gefühl zurück, on top of things zu sein, diese Essenz des pragmatischen Mutterseins überhaupt.

Glaubt es mir einfach. Zur Belohnung gibt’s mein HurraIchLebeNoch-MiracleShowerPeeling-Rezept. Iss allerdings nix für ganz sensible Haut, glaub‘ ich. Und schön alles Bio kaufen, klar?

WunderWachWeltWiederWahrnehm-Duschpeeling

5 TL Meersalz & 5 TL braunen Rohrzucker in den Mörser (oder in eine stabile Schüssel)

Natives Olivenöl drüber gießen (sollte nicht an der Oberfläche schwimmen, also behutsam portionieren)

1/4 Teelöffel Limonensaft (ruhig aus der Flasche, ich mag den von Voelkel am liebsten) & 1 Teelöffel grünen Tee (am Abend vorher aufkochen, und nach Abkühlung in den Kühlschrank – den kühlen Rest nachm Duschen als Gesichtswasser verwenden, besonders erfrischend aus der Sprühflasche) rein

Mit Schneebesen aufschlagen

Unter der Dusche alles mit Händen oder Rubbelhandschuh (SEHR verstärkte Wirkung) mit kreisenden Bewegungen einmassieren – Achtung: im Dekolleté nur einklopfen!

Gut abduschen

Dann,  Geheimtipp: NICHT abtrocknen, sondern rein in den Morgenmantel und am Körper trocknen lassen. Das verbliebene Olivenöl macht seidenweiche Haut.

Et voilá: PhöNixinnen aus der Dusche, Ready for another Day.

Und immer schön: Wasser beim Einmassieren abstellen. Muss nicht durchlaufen. Und wer noch putzt am selben Tag – einfach Eimer mit in die Dusche stellen, und Wasser abfangen, das sonst verloren geht, gell?! Für Eigenheimler:  Es gibt die Möglichkeit, Duschwasser für die Toilettenspülung abzuleiten. Mal schlau machen!

Back in the Bloody Game

11 Sep

OK, Blogs sind persönlich. Es iegt in Ihrer Natur, schlüssellöchrig zu sein. Es macht ihren Charme aus. Ich bin trotzdem  immer ein bißchen zögerlich, mein täglich Gelebtes auf die virtuelle Wäscheleine zu hängen – wahrscheinlich gefangen in meiner Erziehung zu absoluter Contenance.

Aber: Ich lerne! Deshalb heute (unter anderem) eine kleine Tatsache aus meinem wilden Leben: Meine Periode ist wieder da! (Klingt, als hätte sie am Roten Meer Urlaub gemacht, huaaarkicherkicher). Und zwar am (!) sechsmonatigen Geburtstage des Schnurps.

Als ich dem Vatatier freudestrahlend (jawohl, ja, ich komme dazu) davon berichtet habe, hat er mich so entsetzt angeschaut, als läge ich nackich & mit gespreizten Beinen vor ihm und würde fordernd schreien „Die Produktionskette läuft wieder! An die Arbeit, Genosse!“ Ich habe dann zum ersten & hoffentlich letzten Mal im Leben eine autoindustrielle  Analogie zu Hilfe genommen und ihm behutsam mitgeteilt, dass noch jeder erfolgreiche Prototyp eine zweijährige Entwicklungsphase bis zur Reife bedurfthätte und dass ich für eine Menge Trial&Error zu haben bin, grins.

Demetsprechend haben sich auch in meinem Fall die folgenden Gerüchte endgültig als Mär erwiesen:

– Stillen schützt vor Schwangerschaft.

– Stillen schützt vor Periode.

Kann natürlich auch alles damit zusammenhängen, dass ich vor etwa zwei Monaten eine neue Kupferspirale haben setzen lassen. Man weiß es nicht.

Das wahrhaft Erstaunliche aber ist: Ich finde es SUPER! Dass ich das nochmal sagen würde. Ich fühle mich wieder voll zu mir selbst zurückgekehrt. Mein Körper ist wieder MEINER. Ich bin wieder ein Weibchen, kein NurMuttchen. Juchuuuu!!!!

Auch wenn die Sache flutartige Formen annahm (besorgt Euch also nicht, sollte es Euch ähnlich gehen), an einem Tag, an dem ich mein weissestes Sommerkleid zum letzten Mal in diesem Jahr ausgeführt habe, und ich mich fluchenderweise in der Toilette meines derzeitigen Hauptkunden wiederfand, hektisch mit Handseife an meiner Hinterseite rumrubbelnd: Juchuu!!!

Na, waren das mehr Informationen, als irgendjemand gebraucht hat? Dachte ich mir fast 😉 Da seid Ihr doch direkt dankbar für meine sonst so theorielastigen Einträge, was?? Von denen kommt nachher noch einer. Jetzt geht’s erstmal mit Schnurps in die Sonne, Vitamin D Tabletten sparen.

Coming to Peace

8 Sep

Noch was, was Dir keiner Sagt: Nach’m Werfen ist das mit der Meditation so eine Sache. Um genauer zu sein,  so eine nicht mehr stattfindende Sache. Klar, es geht, während der Schnurps schläft. Aber ich habe festgestellt, dass mir eine völlige Versenkung nicht mehr gelingt, solange nicht das Vatatier da ist, und ich innerlich „loslassen“ kann.

Das ist insofern von himmerschreiender Paradoxie, als ich noch nie mehr als jetzt von der Ruhe gebrauchen könnte, die meditative Versenkung schenkt. Aber, wie es mein mir wohlgesonnenes morphogenetisches Feld so wollte, lag beim Vatatier (seines Zeichens angehender Psychotherapeut mit buddhistischer Ausrichtung) das wunderbare „Körper und Geist in Harmonie: Die Heilkraft buddhistischer Psychologie“ von Thich Nhat Hanh , den ich sehr mag, ohne selbst Buddhistin zu sein.

Und während ich da so blättere, weil ich eh gerade in heftigem Nachdenken über das Prinzip der Achtsamkeit beim Schnurps-Umgang begriffen bin (dazu ein andermal mehr),  strahlt mir die Überschrift „Gehen wie ein Buddha“ entgegen. Gehmeditation! Das ich da nicht selbst drauf gekommen bin!!!!!! Für jeden, der’s nicht kennt, findet sich unter obigem Link eine erste Inspiration.

Ich also Schnurps ins Tragetuch gepackt und ann Fluss gefahren.  Und dort Geh-meditiert. Was soll ich sagen.  Es war schlicht&sehr ergreifend wunderwunderwunderschön. Der Schnurps hing ganz entspannt und selig schlummernd an mir rum, mein warmes, kleines Bündel Glück, das eh‘ schon so hell in mein Herz strahlt, und von dessen friedlich atmender, völlig eins mit sich seiender, von jedem „Ego“ unberührter Seele ich lächelnd „ausgehen“ konnte, ohne mich körperlich zu entfernen. Perfektion.

Ich habe mir dann gleich Folgendes etwas reißerisch daher kommende Pamphlet vom sonst oft schrecklichen Goldmann-Verlag besorgt:

Bei Amazon könnt Ihr ins Buch reinluken. Und tatsächlich – es ist wirklich schön gemacht. Leider inklusiv einer ewig nicht verrottenden CD. Wenigstens FSC-zertifiziert isses. Fleissig weiterverleihen, gell ?!

Und bestellen natürlich bitte beim kleinen Buchhändler des Vertrauens.

Probiert es einfach mal. Es schenkt Kraft und Zuversicht, erdet und macht glücklich.

Wirklich.

Und noch eine Winzübung von Thich Nhat Hanh, wenn mal wieder der linke Fuß des Schnurps und die feuchte Hundenase im auf dem Bett verstreuten PooPoo hängen, das klingelnde Handy außer Reichweite liegt, und Du weißt, es ist die Telekom, die DU seit Stunden zu erreichen versuchst und die dir sagen will, wie du dein vermaledeites Internet wieder zum funktionieren bringst  (um 3 Minuten vor oh-die-technik-ist-jetzt-schon-nach-hause-gegangen), die Waschmasch in bodenbedeckenden Schaumbergen versinkt, weil Deine Stilldemenz dich hat zweimal Waschmittel einfüllen lassen…(ja,ja,und nochmals ja, all dies ist mir HEUTE passiert – nix poetische Übersteigerung):

Bei der Übung »Während ich einatme, lächle ich« fragt ihr euch vielleicht: Warum sollte ich lächeln, wenn doch keine Freude in mir ist? Die Antwort ist: Lächeln ist eine Übung. In unserem Gesicht gibt es mehr als dreihundert Muskeln. Wenn ihr wütend oder ängstlich seid, spannen sich diese Muskeln an. Die Anspannung dieser Muskeln ruft ein Gefühl von Ernst und Starrheit hervor. Wenn ihr aber wisst, wie ihr einatmet, und dabei ein Lächeln hervorbringt, werdet ihr diese Verkrampfungen auflösen können – dies ist die Übung, die ich »Mund-Yoga« nenne. Macht Lächeln zu einer Übung. Atmet ein und lächelt einfach – die Anspannung wird verschwinden, und ihr werdet euch wesentlich besser fühlen.
Es gibt sicher Momente, da ein Gefühl der Freude euch spontan zum Lächeln bringt. Vielleicht kennt ihr aber auch Momente, da ein Lächeln, das ihr bewusst hervorbringt, innere Entspannung, Ruhe, und Freude zur Folge hat. Ich warte jedenfalls nicht ab, bis ein Gefühl von Freude in mir ein Lächeln hervorruft; Freude mag später kommen. Manchmal, wenn ich nachts allein in meinem Zimmer bin, lächle ich mir selbst zu. Ich tue dies in der Absicht, mir selbst freundliche Zuneigung zu schenken, gut für mich selbst zu sorgen, mich selbst zu lieben. Ich weiß, dass ich nicht wirklich fähig bin, für jemand anderen zu sorgen, wenn ich nicht fähig bin, für mich selbst zu sorgen.
Uns selbst Mitgefühl zu schenken ist eine sehr wichtige Übung. Wenn wir müde, wütend oder verzweifelt sind, sollten wir wissen, wie wir zu uns selbst zurückfinden und wie wir sorgsam mit unserer Müdigkeit, unserer Wut und Verzweiflung umgehen können. Das ist der Grund, warum wir Lächeln, achtsames Gehen, Atmen und Essen üben. – Aus dem Buch: Frei sein, wo immer Du bist.

Enjoy!!!

Schnief, Schnüffel, Heul, Rotz….

26 Aug

Mutter sein hat mich in einen rührseligen Blobb verwandelt. Oder vielleicht erlaubt es mir auch, Gefühle zuzulassen, die ich mir vorher nicht gegönnt habe.

Mein Ich ist porös geworden; es lässt Dinge in mich eindringen, die vorher abgeperlt wären.

Gleichzeitig hat es sich ausgedehnt, um ein ganzes kleines Wesen vergrössert. Denn was dem Schnurps zustösst, stösst auch mir zu – ungefiltert, ohne die immer noch verbleibende Membrane von Getrenntsein, die selbst beim geliebten Vatatier noch intakt ist und mich davor schützt, seine Schmerzen als die meinen zu erleben.

Manchmal denke ich, ich muss explodieren ob der Größe und Macht dieses Mit-Gefühls. Vor allem, weil der Schnurps natürlich niemals wird darunter leiden dürfen, dass er ein Teil meiner ist. Er soll frei sein, zu sich zu finden, ohne mich dabei berücksichtigen zu müssen. Auch das ist ein Argument für Attachment Parenting – ihm durch Nähe das Urvertrauen zu geben, später mit sicherem Gefühl gehen zu können. Ein bißchen pervers, alles in meiner Macht stehende zu tun, um wieder verlassen zu werden.

Und dabei ist, ironischerweise, eben dies so oft das Argument gegen AP – das Rumtragen, Co-Sleeping, Konstantkuscheln, Ewigsäugen, ImmerDasein…das kann doch nur zur ungesunden Fixierung, Abhängigkeit, Unselbstständigkeit und bla und blubb führen. Dabei bedeutet es eigentlich nur eins: Dem geliebtesten Wesen die Sicherheit zu schenken, aus der innere Freiheit erwächst.

Ja,ja, so Einsichten kommen mir um 02.01 Uhr morgens, in einer Nacht, die sich von einem viel zu heißen Tag erholt, mit dem Rudel schlafend neben mir. Könnte natürlich eventuell sein, dass dieser eben verputzte Film hier:

 

 nicht unwesentlich dazu beigetragen hat.

Schaut ihn Euch an. Er handelt von den Dingen, von denen wir alle träumen, und die wir nie tun. Und was der Angesicht des Todes daran ändern könnte. Und davon, wie es wäre, zu wissen, dass man das Grosswerden der eigenen Kinder nicht mehr erleben wird. Mehr dazu findet Ihr hier. Traurig? Ja, sehr. Deprimierend? Überhaupt nicht. Er erinnert mich daran, jeden Tag einmal aus dem Hamsterrad zu springen und mir die Schönheit der Welt wieder zu vergegegenwärtigen. Und dem Schnurps beizubringen, dass das Leben kurz ist, aber lang genug, um glücklich zu werden.

Und falls Ihr die Wonnen des Nächtlichen-Filme-im-Bett-schauens-aufm-PC-mit-Kopfhörern noch nicht entdeckt habt…gönnt es Euch. Es gibt nur einen einzigen Nachteil: Ihr müsst leise heulen. Falls Euch das Muttersein Euch auch in einen rührseligen Blobb verwandelt hat. Oder Ihr Euch vielleicht erlaubt, Gefühle zuzulassen, die…

Cafébesuch I: Völlige Enthemmung

20 Aug

Ich glaube, unser Erziehungsstil hat gravierende Auswirkungen auf mein Schamgefühl.

Anders lässt sich der heutige Vorfall total enthemmter Entblößung nicht erklären, der mich dazu gebracht hat, heute im Café NACH dem Stillen aufzustehen, um die Getränkekarte vom Nachbartisch zu angeln – mit noch fröhlich herauswogender und sich der Welt in Restprallheit präsentierender Milchandockstelle ( anders formuliert: Brust, links). Ich hab einfach nicht mehr daran gedacht, mich wieder anzuziehen (wozu auch, wird mein ES argumentiert haben, wird ja doch inner halben Stunde alles wieder freigelegt bei der Hitze).

Sind das die Hormone? Oder werde ich einfach so entspannt, wie die Welt im allgemeinen sein sollte? Was meint Ihr?

IchHabMichLieb – Dinge / Teil 1

4 Aug

Auf dem von mir immens bewunderten und massich-von-gelernt-habenden Windelfrei Blog gab’s neulich eine Umfrage mit der so berechtigten wie gefürchteten Frage „Und was tust Du für Dich?“.

Instinktive Antwort, selbstverständlich:  SCHLAAAAAAAFEN.

Nee, mal im Ernst. (Das ist unser göttinverdammicher Ernst!!!!! Weiß ich doch. Aber stellen wir uns mal ein ideales Parallelmutteruniversum vor. ) Diese Frage hat mich schon umgetrieben, als ich noch schwanger war, weil das MichSelbstLiebhaben eh‘ so eine faszinierend unterentwickelte weibliche Disziplin ist. Und ich habe seitdem wunderbare Me, Myself & I – Dinge gesammelt. Dazu gibt’s in nicht zu ferner Zukunft ein schööööönes eBook.

In the meantime meine Antworten auf in oben belobigtem Blog gestellte Frage (andere Inspirationen von ebenda gibt’s hier). Wobei natürlich auffällt, dass der Schnurps dabei fast immer anwesend ist. Siehe dazu meinen Blogbeitrag von gestern (Schluck.)

1. Baden – erst mit dem Schnurps, gemeinsam rumplantschen, bei Kerzenschein & Musik, dann Seine Winzigkeit vom Vater am Badewannenrand abholen lassen, heisses Wasser drauf, Badesalz rein und noch ’ne Viertelstunde lesen. Im Moment gerade das großartige „The Help“ von Kathryn Stockett.
2. Den Sonnengruß am Morgen. Schnurps auf das Ende der Yogamatte packen (natürlich mit Decke drunter) und 12 Mal so richtig durchstrecken. Findet er ultralustig, und mein Kreislauf ist direkt oben (seits keinen Kaffee mehr gibt, noch wichtiger). Anleitung hier:
3. Jeden Tag einen Vortrag bei TED.com anschauen. Hält mein Hirn auf Trab, ohne dass ich lange lesen muss, wenns halt gerade nicht geht. One of my faves ist dieser Vortrag von Elizabeth Gilbert über Kreativität.
4. Auf den Markt gehen und so richtig leckere, frische Sachen kaufen, während Vata&Sohn im Cafe auf mich warten.
5. Wir nennen es das FußendeNirvana – wenn er eingeschlafen ist, der kleine Co-Sleeper, legen wir uns quer zu ihm ans Fußende und schmusen. Manchmal auch mehr, wies halt so kommt, grins. Da sind wir bei ihm, aber irgendwie auch unter uns…

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