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Elektrosmog

18 Sep

Keine appetitanregende Überschrift diesmal, sondern ein geradeaussiger Titel, damit auch noch der tüddeligste Suchmaschinencrawler ihn kapiert. Denn dies ist ein wichtiges, immer eklatanter werdendes Thema, dass sich einer dichten Dornenhecke wuchernder Mobilfunk-Lobbyarbeit gegenüber findet und es in Folge dessen nicht leicht hat, unbeschädigt der hypochondrischen Esoecke zu entfliehen, in die eben diese es gerne drängen möchte.

Ich bin von der schädlichen Auswirkung von Elektrosmog auf Menschen & im Speziellen auf Babys überzeugt. Ich glaube, dass Elektrosmog essenzielle Entwicklungsprozesse im Winzlingen verlangsamt, unterbricht oder ganz unterbindet. Wir, die Elterngeneration, hatten dieses Problem aufgrund der extrem minimierten Quellen (kein WLAN, wenig Handys, ältere, ungefährlichere kabellose Telefone etc.) noch nicht und konnten deshalb auch keine Intuition für seine Relevanz entwickeln.

Ich kann das Thema hier nicht ausführlich (Platzmangel) und ausgewogen (Kompetenzmangel) beleuchten. Ich kann nur dafür sensibilisieren. Schaut einfach hier vorbei für eine gute Einführung in die Thematik, hier für eine aktuelle wissenschaftliche (und ich meine wissenschaftlich im strengen Sinn) Studie  und hier für sehr gute Liste vieler simpler, effektiver Schritte zur Vermeidung von Elektrosmog im Kinderzimmer. Wenn Ihr wenig Zeit habt, lest nur die letzte und werdet aktiv. Es kostet nicht viel Zeit und gar kein Geld. Sollte sich (wie bei so Vielem) in zehn Jahren die Schädlichkeit von elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Strahlung für Kinder zweifelsfrei herausstellen, werdet Ihr glücklich sein, etwas getan zu haben.

Zusätzlich zum dort Beschriebenen haben wir nach eingehender Lektüre und dem hier gezeigten Messwertevergleich kleine Käfige gebaut, die wir für alle Trafos bzw. für aufgrund von Dringlichkeit angeschaltete Handies im Kinderzimmer und auf Reisen benutzen.

Schlichtes System: Rettungsdecke auseinanderschneiden, den Trafo der Computer oder das Handy in Kartoffelkörbchen legen, die Trafokabel durch die Lücken ziehen, das Körbchen möglichst lückenlos mit der Rettungsdecke umwickeln und festkleben.

Problem:  Rettungsdecken sind alubedampft, und über die Umweltschädlichkeit des Abbaus von Aluminium brauche ich ja wahrscheinlich nichts zu sagen – wer mag, beginne hier mit dem Lesen darüber. Wie so oft, befinden wir uns in dem Dilemma: Individueller Winzlingsschutz versus Erhalt des Planeten. Grässlich. Aber ich bin ein Muttertier.