Tag Archives: Patriarchalismus

PracticalTuesday #1: Teddybären, very PC.

13 Sep

Mesdames, Monsieurs et Winzlinge, mein Twitteraccount ist online: http://twitter.com/#!/ECO_babes.

Dort tweetiliere ich das Neueste vom Blog in Miniformat, teile surfenswerte Links,  Zitate, die mich aufheitern & erhellen und dergleichen linguistische Fröhlichmacher mehr. Natürlich alles in Maßen…no worries.

Jeden Dienstag gibt’s zudem ab nun den PracticalTuesday unmittelbar anwendbare Strategien für öko-sozial nachhaltige (brrrr…klingt das ultrascheusslichVERKOPFT…aber darum geht’t mir ja tatsächlich) und durch&durch glückliche Winzlinge, von mir erfahren oder bei Anderen abgekuckt. Denn lange rumreden kannste viel, irgendwann muss es umsetzbar sein.  Bitte, BITTE, BITTE schick mir doch auch die Eurigen Ideen,  Experimente, Erfahrungen etc. – Ich würde mich so freuen!!!!!!!!!

Mittwochs ist dann Me,Myself & I-Day – Kleine, realistische Verwöhnmomente für die Wochenmitte, wenn alles ein bißchen viel wird und das Wochenende noch unendlich far away erscheint.

Und Samstags, mit bißchen Zeit zum Küchenwurschteln, ist FutterTag – Rezepte für Kulinarische Spezialitäten, gesammelt & ausprobiert zum Wohle schwangerer Bäuche, reichlicher Milchproduktion, zufriedener Schnurpse und Der Seele (die ja bekanntlich immer nach Schokokuchen lechzt).

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So here we go:

PracticalTuesday #1: Das Ende der Teddybäreneinsamkeit

So liest es sich in den ganzen Babybücher & schlauen Blogs: Überfrachten Sie Ihr Kind nicht mit Kuscheltieren, schenken Sie ihm lieber eins, zu dem es dann eine innige, tröstliche Beziehung aufbauen kann. Aber ist das nicht exakt die Art von KernfamilienArgumentation, die alle emotionalen Beziehungen auf ein winziges Universum von einem minimalen Stamm an Bezugspersonen reduziert? Eine Mama, ein Papa, ein Teddybär???? Können Winzlinge so wirklich zu sozial orientierten, die Gemeinschaft suchenden und erhalten wollenden, das Anderssein des Gegenüber zelebrierenden, kommunikativen Wesen heranwachsen?  Die Natur hat es doch sowieso so eingerichtet, das die Mutter die natürliche MIP (Most Important Person) ist und Vater & Geschwister die VIPs (Very Important Persons) sind. Glauben wir wirklich, dass mehr als ein Kuscheltier den armen kleinen Wurm in kognitives Chaos stürzen wird? Ich sage: Nein!!!

Und plädiere für das Ende des solipsistischen Teddybären (die arme Sau). Und außerdem für ein Teddybär-Weibchen und -Männchen. Die tendieren ja doch immer zum männlichen, was dem Patriarchalismus ja  SchlafzimmerTür und HirnTor öffnet, bevor der Schnurps überhaupt „Bär“ sagen kann.

Wir haben deshalb von Anfang an zwei: Elmar (=weiß) und Frida (=braun). So verschieden wie Zuckerwatte und Schokopuddeling. Die beiden unterhalten sich auf Englisch und Deutsch (der Schnurps wächst ja zweisprachig auf), was auch für bilinguale Kinder super ist.  Sie sind gute Freunde, weil gute Freunde mit das Wichtigste im Leben sind. Und wenn der Schnurps mal nicht da ist, wird kein Teddybär je allein sein.

Ein Hoch auf Teddybärkommunen!